Christian Roppelt

Verhandeln Frauen besser als Männer?

BoxenSchlagfertigRhetorik

Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim hat ergeben: Nein, ganz im Gegenteil! Männer erzielen in Verhandlungen deutlich bessere Ergebnisse als Frauen. Doch ist das die ganze Wahrheit? Seit den 1980er-Jahren gibt es spezifische Rhetorikratgeber, die sich ausdrücklich an Frau­en rich­ten. Dabei geht es vor allem  um die Fä­hig­keit zur „ago­na­len Rede“, also auf das „Streiten“ausgerichtete Kommunikation. Dieser Kommunikationsstil wurde in der Be­rufs­welt als ex­pli­zit männ­lich und ag­gres­siv wahr­ge­nom­men. Da wird von den Frau­en ge­for­dert die Sym­pa­thie­fes­sel, die Be­schei­den­heit und das ko­ope­ra­ti­ve Ge­sprächs­ver­hal­ten ab­zu­strei­fen, um statt­des­sen die ago­na­le Rhe­to­rik als Mo­dell be­ruf­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on zu eta­blie­ren. Die­sem Ge­dan­ken fol­gend, dürf­te sich eine Frau nur mit einem männ­lich kon­notier­tem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten in der Be­rufs­welt durchsetzen.​ Muss die Frau demnach zum bes­se­ren Mann wer­den, um er­folg­reich ver­han­deln zu kön­nen?

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